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Alkohol betroffen

Trump droht der EU mit 200-Prozent-Zöllen

Handelsstreit spitzt sich zu: Trump droht der EU mit 200% Alkoholzöllen, um Verhandlungen zu erzwingen. EU signalisiert Dialogbereitschaft. Stehen wir vor einer Lösung oder einer Eskalation?

"Wir wurden lange Zeit ausgenutzt", erklärt Trump.
"Wir wurden lange Zeit ausgenutzt", erklärt Trump.
©Bild: AP Photo/J. Scott Applewhite

US-Präsident Donald Trump droht der EU mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent auf Alkohol, sollte die Europäische Union nicht ihre angekündigten Aufschläge auf Whiskey wieder abschaffen. Betroffen wären „alle Weine, Champagner und alkoholischen Produkte aus Frankreich und anderen EU-Ländern“, wie der Republikaner auf Truth Social erklärt. Eine Stellungnahme der EU liegt bisher nicht vor.

Trump ist dennoch überzeugt, den Handelskonflikt zu gewinnen. „Wir werden diese finanzielle Schlacht gewinnen“, sagte Trump bei einem Treffen mit dem Regierungschef des EU-Mitglieds Irland, Micheal Martin. Die USA würden „natürlich“ auf die wenige Stunden zuvor angekündigten EU-Gegenmaßnahmen reagieren. „Wir wurden lange Zeit ausgenutzt und wir werden nicht länger ausgenutzt werden“, sagte Trump weiter zu den internationalen Handelsbeziehungen der USA.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich indessen offen für Verhandlungen mit den USA, um die Streitigkeiten auszuräumen: „Wir sind bereit, einen sinnvollen Dialog zu führen. Ich habe Handelskommissar Maros Sefcovic damit beauftragt, seine Gespräche wieder aufzunehmen, um bessere Lösungen mit den USA zu finden.“